FG - onemarkets by UniCredit
Glossar
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Fairness-Kodex
Der Fairness-Kodex ist eine freiwillige Selbstverpflichtung der Verbandsmitglieder des DDV. Er legt Leitlinien fest für Strukturierung, Emission, Marketing und Handel mit strukturierten Wertpapieren fest. So werden Mindeststandards geschaffen, die dem:der Anleger:in Sicherheit und Vertrauen in die Angebote dieser Emittenten geben und somit ein fairen Umgang mit den Kund:innen sicherstellen. Für Mitglieder des Deutschen Derivate Verbands sind der Fairness-Kodex und dessen Einhaltung verbindlich. Die UniCredit Bank AG ist Mitglied im DDV. Damit ist der Kodex für die UniCredit Bank AG verbindlich.
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Faktor-Zertifikat
Faktor-Zertifikate bieten die Möglichkeit, sowohl an Kursanstiegen (Long) als auch an Kursrückgängen (Short) ausgewählter Aktienindizes teilzuhaben. Sie haben eine unbegrenzte Laufzeit und beziehen sich jeweils auf einen Index. Die Höhe des Faktors definiert dabei, mit welchem Hebel der Index die tägliche Kursveränderung des Basiswertes nachvollzieht. Das Faktor-Zertifikat auf den LevDAX® x2 (TR) Index entwickelt sich beispielsweise doppelt so stark wie der DAX® selbst, und zwar in beide Richtungen.
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Flex-Zins-Anleihe
Diese Anleihe bezieht sich meist auf einen Index. Sie hat eine feste Laufzeit und wird am Rückzahlungstermin fällig. Am Anfänglichen Bewertungstag wird der vom Indexsponsor veröffentlichte Schlusskurs des Index festgestellt (Referenzpreis). Dieser entspricht dem Basispreis. Der Basispreis ist relevant für die Berechnung der Basiswertentwicklung und der Zinszahlungen. Für die Berechnung der Zinszahlungen wird an den regelmäßigen Beobachtungstagen der Referenzpreis des Basiswertes betrachtet:
- Der Referenzpreis liegt am jeweiligen Beobachtungstag über dem Basispreis. Anleger:innen erhalten am entsprechenden Zinszahlungstag eine Zinszahlung bezogen auf den Nennbetrag. Die Höhe des Zinssatzes errechnet sich aus der jährlichen Basiswertentwicklung unter Berücksichtigung eines Teilhabefaktors. Die jährliche Basiswertentwicklung ermittelt sich wie folgt: Referenzpreis am jeweiligen Beobachtungstag geteilt durch Basispreis minus eins. Das Ergebnis wird durch den jeweiligen Beobachtungstag (1, 2, 3 etc.) geteilt.
- Der Referenzpreis liegt am jeweiligen Beobachtungstag auf oder unter dem Basispreis. Anleger:innen erhalten keine Zinszahlung am entsprechenden Zinszahlungstag.
Am Rückzahlungstermin erhalten Anleger:innen den Nennbetrag zurückgezahlt (Kapitalschutz durch den Emittenten).
Bei einer Insolvenz, d. h. einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen.
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Floater/ Floating Rate Notes/ Floater-Anleihen
Bei Floating Rate Notes (bzw. Floater, Floater-Anleihen oder Floater-Schuldverschreibungen) handelt sich um Anleihen mit variabler Verzinsung und beschränkter Laufzeit. Die Höhe der Verzinsung orientiert sich an einem Referenzzinssatz. Häufig ist dies ein Geldmarktsatz wie der Euribor® (European Interbank Offered Rate) oder Libor® (London Interbank Offered Rate) oder eine Inflationsrate. Nach jeder Zinsperiode, zum Beispiel nach Ablauf von 3, 6 oder 12 Monaten, zahlt der Emittent der Anleihe die Zinsen. Gleichzeitig gibt er den Zinssatz für die neue Zinsperiode bekannt.
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Frankfurter Wertpapierbörse
Die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) ist der heute bedeutendste Handelsplatz für Wertpapiere in Deutschland. Die FWB ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt. Betreiber und Träger sind die Deutsche Börse und die Scoach Europa AG. Die Börsenaufsicht über die FWB wird vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung wahrgenommen. Die Zusammenkunft von Messekaufleuten im Jahr 1585, die einheitliche Wechselkurse festlegen wollten, um die sogenannte Münzverwilderung zu verhindern, gilt als Geburtsstunde der Frankfurter Wertpapierbörse.
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Free Float
Free Float ist die englische Bezeichnung für den Streubesitz, also diejenigen Aktien eines Unternehmens, die nicht von strategischen Großanlegern gehalten werden. Die Free-Float-Marktkapitalisierung bezeichnet den Gesamtwert der Aktien eines Unternehmens im Streubesitz. Sie ist für viele Indizes das bedeutendste Gewichtungskriterium.
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Fundamentalanalyse
Die Fundamentalanalyse basiert im Gegensatz zur Chartanalyse nicht auf einer Betrachtung von Börsenkursen, sondern auf betriebswirtschaftlichen Daten und dem ökonomischen Umfeld eines Unternehmens, den sogenannten Fundamentaldaten.
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Future
Als Future wird ein standardisierter börsengehandelter Terminkontrakt bezeichnet, bei dem Käufer:in und Verkäufer:in sich verpflichten, eine bestimmte Menge eines Basiswertes bei Fälligkeit – also in der Zukunft (engl.: future) – zu einem festgelegten Preis zu liefern bzw. abzunehmen. Termingeschäfte beziehen sich beispielsweise auf Rohstoffe, Währungen und Indizes.
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Gamma
Gamma ist eine dynamische Kennzahl, die bei der Bewertung eines Optionsscheins hilft. Sie gibt wieder, wie sich das sogenannte Delta verändert, wenn der Kurs des Basiswertes um eine Einheit steigt oder sinkt. Hat ein Optionsschein ein Delta von 0,65 und ein Gamma von 0,05, so steigt das Delta auf 0,70, wenn der Basiswert um einen Euro zulegt.
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Garant-Anleihe
Die Garant-Anleihe bezieht sich auf einen Basiswert, z. B. eine Aktie, einen Index oder Fonds. Sie hat eine feste Laufzeit und wird am Rückzahlungstermin fällig. Am anfänglichen Beobachtungstag wird der Referenzpreis (Schlusskurs des Basiswertes) festgestellt. Aus diesem Wert wird der Basispreis berechnet. Der Basispreis ist relevant für die Rückzahlung zum Laufzeitende. Am Rückzahlungstermin gibt es zwei Möglichkeiten: Liegt der Referenzpreis am letzten Beobachtungstag über dem Basispreis, erhält die:der Anlegende den Nennbetrag, multipliziert mit der Basiswertentwicklung. Liegt der Referenzpreis am letzten Beobachtungstag unter dem Basispreis, erhalten Anlegende den Nennbetrag.
Im Falle einer Insolvenz des Emittenten, d. h. Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen. -
Garant-Anleihe mit Höchststandsicherung
Am anfänglichen Beobachtungstag wird der Referenzpreis (Schlusskurs des Basiswertes) festgestellt. Aus diesem Wert wird der Basispreis berechnet. Der Basispreis ist relevant für die Rückzahlung zum Laufzeitende.
Während der Laufzeit wird der Referenzpreis des Basiswertes an jedem Beobachtungstag festgestellt. Ein vorab festgelegter Prozentsatz des höchsten so ermittelten Referenzpreises wird als Höchststand zum Laufzeitende festgeschrieben.
Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Möglichkeiten:
- Der Referenzpreis liegt am letzten Beobachtungstag über dem Basispreis und über dem Höchststand. Anlegende erhalten den Nennbetrag, multipliziert mit einem vorab festgelegten Prozentsatz (Teilhabefaktor) der Basiswertentwicklung (Referenzpreis am letzten Beobachtungstag geteilt durch Basispreis).
- Der Referenzpreis liegt am letzten Beobachtungstag unter dem Höchststand, der Höchststand liegt aber über dem Basispreis. Anlegende erhalten den Nennbetrag, multipliziert mit der dann relevanten Wertentwicklung (Teilhabefaktor des höchsten festgestellten Referenzpreises während der Laufzeit geteilt durch Basispreis).
- Der Referenzpreis und der Höchststand liegen auf Höhe des Basispreises oder darunter. In dem Fall erhalten Anlegende den Nennbetrag.
Im Falle einer Insolvenz des Emittenten, d. h. Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen. -
Geld-Brief-Spanne / Spread
Beim Handel mit Wertpapieren und Devisen gibt es meist zwei Notierungen. Den Geld- und den Briefkurs. Der Geldkurs (Bid) ist die Bezeichnung für den Kurs, zu dem Anleger:innen ein Wertpapier verkaufen können. Der Briefkurs (Ask) ist die Bezeichnung für den Kurs, zu dem Anleger:innen ein Wertpapier kaufen können. Der Geldkurs liegt stets unter dem Briefkurs. Die Geld-Brief-Spanne (engl.: Bid-Ask-Spread) gibt die Differenz (Spread) zwischen Kauf- (Geldkurs) und Verkaufspreis (Briefkurs) an.
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Geldkurs
Geldkurs (engl.: bid) ist der Kurs, zu dem ein:e Käufer:in bereit ist, ein Wertpapier oder eine Option zu kaufen. Den Gegensatz dazu stellt der Briefkurs (engl.: ask) dar.
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Fondsanleihe
Eine Fondsanleihe bezieht sich stets auf einen Fonds. Am anfänglichen Beobachtungstag werden der Basiswert, der Referenzpreis, der Zinssatz, der Basispreis und der letzte Beobachtungstag fixiert. Die Zinszahlung erfolgt unabhängig von der Entwicklung des zugrunde liegenden Fondspreises (Nettoinventarwert/NAV) zu den vereinbarten Zinszahlungstagen. Die Notierung erfolgt in Prozent. Beim Kauf können zudem Stückzinsen anfallen.
Am letzten Beobachtungstag entscheidet der Referenzpreis (NAV) des Basiswertes über die Rückzahlung:
- Notiert der NAV des Fonds am letzten Beobachtungstag auf Höhe des oder über dem Basispreis, erhält die:der Anlegende den Nennbetrag.
- Liegt der NAV des Fonds am letzten Beobachtungstag hingegen darunter, erhält die:der Anlegende eine festgelegte Anzahl von Fondsanteilen des Basiswertes. Deren Wert kann in der Summe deutlich unter dem Erwerbspreis der Fondsanleihe liegen. Werden die Kursverluste nicht durch die Zinszahlungen ausgeglichen, entsteht der:dem Anlegenden ein Verlust. Ungünstigster Fall, abgesehen von den Zinszahlungen, Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Im Falle einer Insolvenz des Emittenten, d. h. Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen. -
Faktor-Optionsschein
Mit Faktor-Optionsscheinen können Anlegende sowohl auf steigende (Long-Strategie) als auch auf fallende Kurse (Short-Strategie) setzen. Faktor-Optionsscheine haben eine unbegrenzte Laufzeit (Open End).
Basiswert eines Faktor-Optionsscheins ist eine Aktie oder ein Index, Rohstoff oder Future. Börsentäglich werden der Basispreis, das Bezugsverhältnis und die Reset-Barriere fixiert. Wird die jeweilige Reset-Barriere untertägig verletzt, werden Basispreis, Bezugsverhältnis und Reset-Barriere neu fixiert. Die Höhe des Faktors definiert, mit welchem Hebel das Wertpapier die tägliche Kursveränderung des Basiswertes nachvollzieht. Der Hebel verstärkt Verlustrisiken und Gewinnchancen.
Im Falle einer Insolvenz des Emittenten, d. h. Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen. -
Flex-Invest-Zertifikat
Ein Flex-Invest-Zertifikat bezieht sich häufig auf einen Index oder Fonds als Basiswert. Es hat eine feste Laufzeit und wird am Rückzahlungstermin fällig. Die Rückzahlung am Laufzeitende kann durch Lieferung von Open-End-Index-Zertifikaten oder Fondsanteilen und/oder einen verbliebenen Betrag der Barkomponente erfolgen.
Am anfänglichen Beobachtungstag werden der Schlusskurs des Basiswertes sowie die Investitionslevel festgestellt. Zu Beginn der Laufzeit des Flex-Invest-Zertifikats wird der komplette Nennbetrag als Barkomponente gehalten. Diese wird täglich mit einem bestimmten, vorab festgelegten Zinssatz p. a. verzinst. Die Zinszahlung erfolgt jährlich am festgelegten Zinszahlungstag. Anschließend werden während des vorab festgelegten Beobachtungszeitraums täglich die jeweiligen Schlusskurse des Basiswertes betrachtet:
- Fällt der Basiswert erstmalig auf Höhe der oder unter ein Investitionslevel, wird pro erreichtem Investitionslevel ein Anteil des Nennbetrags (entspricht einem Investitionsschritt) aus der Barkomponente in den Basiswert investiert. Die Investmentkomponente nimmt ab diesem Zeitpunkt zu 100 Prozent an der Entwicklung des Basiswertes teil.
- Der in der Barkomponente verbliebene Teil wird weiterhin verzinst. Je nach Kursentwicklung des Basiswertes können während der Laufzeit mehrere Investitionslevel berührt oder unterschritten werden und somit mehrere Investitionsschritte erfolgen. Maximal ist eine Investition von 100 Prozent des Nennbetrags in den Basiswert möglich.
Am Laufzeitende erfolgt die Rückzahlung des Zertifikats, wobei eine etwaige verbliebene Barkomponente ausgezahlt wird. Sollten während der Laufzeit eine oder mehrere Investitionen in den Basiswert erfolgt sein, wird hierfür eine entsprechende Anzahl (Bezugsverhältnis) von Open-End-Index-Zertifikaten bzw. Fondsanteilen auf den Basiswert zurückgezahlt.
Das Zertifikat ist während der Laufzeit Markteinflüssen unterworfen. Es ist abhängig von der Entwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes und der Bonitätseinschätzung des Emittenten. Verluste sind möglich.
Im Falle einer Insolvenz des Emittenten, d. h. Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen. -
Garant-Cap-Anleihe
Bei einer Garant-Cap-Anleihe wird am anfänglichen Beobachtungstag der Referenzpreis (Schlusskurs des Basiswertes) festgestellt. Aus diesem Wert wird der Basispreis berechnet. Der Basispreis ist relevant für die Rückzahlung zum Laufzeitende. Der Cap (obere Kursgrenze) gibt an, ab welchem Wert Anlegende nicht mehr von Kurssteigerungen des Basiswertes profitieren.
Am Rückzahlungstermin gibt es zwei Möglichkeiten:
- Liegt der Referenzpreis am letzten Beobachtungstag über dem Basispreis, erhalten Anlegende den Nennbetrag, multipliziert mit der Basiswertentwicklung, höchstens jedoch den maximalen Rückzahlungsbetrag.
- Liegt der Referenzpreis am letzten Beobachtungstag unter dem Basispreis, erhalten Anlegende den Nennbetrag.
Im Falle einer Insolvenz des Emittenten, d. h. Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen. -
Garant-Zertifikat
Das Garant-Zertifikat bezieht sich auf einen Basiswert, z. B. einen Index oder Fonds. Es hat eine feste Laufzeit und wird am Rückzahlungstermin fällig. Am anfänglichen Beobachtungstag wird der Referenzpreis (Schlusskurs des Basiswertes) festgestellt. Aus diesem Wert wird der Basispreis berechnet. Der Basispreis ist relevant für die Rückzahlung zum Laufzeitende.
Am Rückzahlungstermin gibt es zwei Möglichkeiten:
- Liegt der Referenzpreis am letzten Beobachtungstag auf Höhe des oder über dem Basispreis, erhalten Anlegende den Nennbetrag, multipliziert mit der Basiswertentwicklung.
- Liegt der Referenzpreis am letzten Beobachtungstag unter dem Basispreis, erhalten Anlegende den Nennbetrag.
Im Falle einer Insolvenz des Emittenten, d. h. Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen.
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