Finden Sie hier wichtige Begriffe rund um das Thema einfach erklärt.
Nachhaltigkeits-Glossar - onemarkets by UniCredit
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| Begriff | Erklärung |
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| Ausschlüsse / Negatives Screening | Im Hinblick auf die ESG-Kriterien werden gewisse Sektoren, Unternehmen und Praktiken nicht in ein Investment aufgenommen. Hierzu können z. B. die Tabak-, Pharma- und Waffenindustrie zählen. Ausgeschlossene Praktiken verletzen in der Regel internationale Normen wie die Menschen- oder Arbeitnehmerrechte und dienen nicht dem Ziel der Nachhaltigkeit. Man spricht in diesem Kontext auch von normenbasiertem Screening. |
| Ausschlusskriterien | Die Definition von Ausschlusskriterien kommt bei nachhaltigen Investments schon seit Längerem zum Tragen. So schließen Investments etwa Atomenergie, Rüstungsindustrie und Kinderarbeit aus, mitunter auch Tabak, Alkohol und Pharma. Manche Investments halten sich sehr streng an ihre Ausschlusskriterien und schließen entsprechende Unternehmen oder Emittenten kategorisch aus, andere erlauben einen maximalen Anteil in dem jeweiligen Bereich. |
| Best-in-Class-Ansatz | Nachhaltigkeitsinvestments wenden verschiedene Methoden an, wobei der Best-in-Class-Ansatz sich hoher Beliebtheit erfreut. Hierbei werden die besten Aktien einer bestimmten Branche ausgewählt. Die „Klassenbesten“ müssen dabei aber nicht zwangsläufig vorrangig nachhaltig operierende Unternehmen sein. Manchmal punkten sie beispielsweise im Bereich Unternehmensführung oder Ökologie. Der Best-in-Class-Ansatz kann jedoch oftmals ein Anreiz zu mehr Nachhaltigkeitsbemühen sein, um in ein renommiertes Investment aufgenommen zu werden. |
| Best-of-Class-Ansatz | Während das Best-in-Class-Prinzip die größten Unternehmen weltweit analysiert und kategorisiert, berücksichtigt der Best-of-Class-Ansatz nur noch spezifische Branchen, die ohnehin als nachhaltig und fair gelten, und filtert dann die Branchenbesten heraus. Das heißt: Beim Best-in-Class-Ansatz könnte ein sog. nachhaltiges Investment auch in ein Waffenunternehmen investieren, weil es die sozialste und umweltverträglichste Unternehmensführung bietet. Beim Best-of-Class Prinzip käme ein solches Investment erst gar nicht infrage. |
| CO2-Bepreisung / Carbon Pricing | Die CO2-Bepreisung stellt ein Instrument der Energiepolitik dar, welches die Reduktion von klimaschädlichen CO2-Emissionen zum Ziel hat, indem es die damit verbundenen Kosten für die Verursacher (Emittenten) erhöht (Gebühr pro emittierter Tonne CO2). |
| Einflussnahme / Engagement | Im Rahmen des „Active Ownerships“ können Aktionäre mittels Dialog mit der Geschäftsführung (Engagement) und Abstimmungen bei den Jahreshauptversammlungen ihren Einfluss geltend machen und das Handeln und/oder die Geschäftsstrategie des Unternehmens gemäß den ESG-Leitlinien verbessern. |
| Erneuerbare Energie | Energiequellen, die für die nachhaltige Energieversorgung praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern, z. B. Sonnenlicht, Wind, Wasser und Erdwärme. |
| ESG | „ESG“ steht für „Environmental, Social, Governance“, zu Deutsch „Umwelt, Soziales, Unternehmensführung“. Die ESG-Kriterien geben Aufschluss darüber, inwieweit sich ein Unternehmen nachhaltig verhält. Die Basis dieses Investmentansatzes bilden traditionell fundamentale und makroökonomische Faktoren. „ESG-Investing“ ist ein Begriff, der synonym für Ausschlusskriterien, nachhaltiges, klimaschonendes und sozial verantwortliches Investieren sowie „Impact Investing“ verwendet wird. |
| ESG-Integration | Systematische und ausdrückliche Einbeziehung ökologischer, sozialer und Governance-Aspekte (ESG) in die traditionelle Finanzanalyse. |
| Greenwashing | PR-Methode, die einem Produkt, einer Dienstleistung oder Organisation in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image verleiht, ohne dass es dafür eine Grundlage gibt. |
| Grüne Anleihe / Green Bond | Anleihen, bei denen sich der Emittent gegenüber den Investoren verpflichtet, die erhaltenen Mittel zur Finanzierung von Umwelt- und Klimaschutzprojekten zu verwenden. |
| Impact Investments | Investitionen in Unternehmen, Organisationen und Fonds mit der Absicht, neben dem finanziellen Ertrag messbare positive Auswirkungen auf Umwelt oder Gesellschaft zu erzielen. Beispiele sind Green Bonds/Social Bonds, Community Investments, Infrastruktur im Bereich erneuerbarer Energien. |
| Menschenrechte | Als Menschenrechte werden moralisch begründete Freiheitsrechte bezeichnet, die jedem Menschen allein aufgrund seines Menschseins gleichermaßen zustehen, so etwa das Recht auf Leben, Freiheit sowie Freiheit der Meinung und der Rede. |
| Nachhaltigkeitsziele der UNO / SDGs | 17 globale Ziele, die sog. Sustainable Development Goals (SDGs), definiert von der Weltgemeinschaft im Rahmen der Agenda 2030, mit welcher weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahrt werden sollen. |
| Principles for Responsible Banking / PRB | Die UN-unterstützte Bankeninitiative „Principles for Responsible Banking“ widmet sich der praktischen Umsetzung der sechs Prinzipien für verantwortliches Investieren. Sie ist unabhängig und handelt im langfristigen Interesse ihrer Unterzeichner, der Finanzmärkte und Volkswirtschaften und letztlich der Umwelt und der Gesellschaft als Ganzes. |
| Soziale Faktoren | Aspekte hinsichtlich der Interaktion eines Unternehmens mit seinen Zulieferern, Mitarbeitern und Kunden. Dazu zählen beispielsweise arbeitsrechtliche Standards, Sicherheit am Arbeitsplatz, Umgang mit Zulieferern etc. |
| Sustainable & Responsible Investing (SRI) | "SRI" steht für nachhaltige, verantwortungsbewusste Investments (Sustainable & Responsible Investments). Das Portfolio verfügt hier über eine überdurchschnittliche ESG-Qualität und verwendet in der Regel eine Kombination aus positiven und negativen Filtern („Screening“). |
| Thematische Geldanlage / Thematic Investing | Investition in Unternehmen, die einem bestimmten Anlagethema zugeordnet werden kann wie etwa erneuerbare Energien, Abfall- und Wassermanagement sowie Innovationen im Bildungs- oder Gesundheitssektor. |
| Transition Risk | Finanzielle Risiken, die sich auf der Ebene von Politik, Recht, Technologie und Märkten aus der Dekarbonisierung und dem Übergang zu CO2-freien Wirtschaftsstrukturen ergeben. |
| Umweltfreundliche Technologie / Clean Technologie | Mit "sauberen“ Technologien und umweltfreundlichen Erzeugnissen verursachen Unternehmen weniger Emissionen. Gleichzeitig werden weniger Ressourcen verbraucht und Arbeitsplätze geschaffen. |
| Wertebasiertes Investieren | Beim wertebasierten oder auch ethischen Investieren meiden Anleger Branchen bzw. Unternehmen, die mit ihren Vorstellungen, Ansichten und Werten nicht vereinbar sind. |
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