Klimaschutz und starke Investments
CO2 - onemarkets by UniCredit
Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen gehört zu den zentralen Zielen internationaler Klimapolitik. Mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich die Staatengemeinschaft darauf verständigt, die Erderwärmung deutlich unter 2°C zu halten und Anstrengungen für eine Begrenzung auf 1,5°C zu unternehmen (Quelle: UNFCCC – Paris Agreement).
Ein zentrales Instrument zur Umsetzung dieser Ziele in Europa ist das europäische Emissionshandelssystem (EU ETS), das bereits 2005 eingeführt wurde. Es erfasst insbesondere emissionsintensive Sektoren wie Energieerzeugung und Industrie und setzt dort einen verbindlichen CO₂-Grenzwert („Cap“) (Quelle: European Commission – EU Emissions Trading System).
Innerhalb dieses Systems werden Emissionsberechtigungen („Allowances“) ausgegeben und handelbar gemacht („Trade“). Unternehmen müssen für jede Tonne ausgestoßenes CO₂ entsprechende Zertifikate abgeben. Die Gesamtmenge dieser Zertifikate wird schrittweise reduziert, wodurch der CO₂-Ausstoß begrenzt und ein finanzieller Anreiz zur Emissionsreduktion geschaffen wird.
Der Preis für CO₂-Zertifikate entsteht dabei am Markt durch Angebot und Nachfrage. Politische Rahmenbedingungen, regulatorische Anpassungen und wirtschaftliche Entwicklungen beeinflussen dabei die Preisbildung.
Bitte beachten Sie: Sofern innerhalb dieses Videos die UniCredit Bank AG genannt ist, handelt es sich dabei um die UniCredit Bank GmbH. Die UniCredit Bank AG hat ihre Rechtsform von einer AG in eine GmbH geändert und ist jetzt die UniCredit Bank GmbH.
Starker Preisauftrieb seit Ende der 2010er Jahre
Das europäische Emissionshandelssystem hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. In der frühen Phase war der Markt unter anderem durch ein Überangebot an Zertifikaten geprägt, das sich infolge wirtschaftlicher Krisen und struktureller Überschüsse aufgebaut hatte. Dieses Ungleichgewicht führte zeitweise zu niedrigen CO₂-Preisen und reduzierte damit die Lenkungswirkung des Systems.
Mit verschiedenen Reformschritten wurde das EU ETS jedoch grundlegend angepasst. Dazu zählen insbesondere die Einführung der Marktstabilitätsreserve (MSR) sowie eine schrittweise Verknappung der verfügbaren Zertifikate. Ziel dieser Maßnahmen ist es, strukturelle Überschüsse zu reduzieren und die langfristige Wirksamkeit des Systems zu stärken (Quelle: European Commission – Market Stability Reserve).
Parallel dazu wurden die europäischen Klimaziele im Rahmen des European Green Deal deutlich verschärft, einschließlich ambitionierterer Reduktionspfade für Treibhausgasemissionen (Quelle: European Commission – Green Deal). Diese strukturellen Veränderungen haben dazu geführt, dass CO₂-Zertifikate zunehmend als knappe Ressource innerhalb des regulatorischen Rahmens wahrgenommen werden. Die Preisbildung am Markt reflektiert dabei das Zusammenspiel aus politisch festgelegtem Angebot, wirtschaftlicher Nachfrage und konjunkturellen Schwankungen.
Grundsätzlich gilt: Der Preis für Emissionsberechtigungen wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wirtschaftliche Abschwünge können die Nachfrage nach Zertifikaten reduzieren, während eine Verknappung des Angebots oder eine strengere Regulierung preistreibend wirken kann. Dadurch bleibt der Markt für CO₂-Zertifikate von strukturellen und konjunkturellen Faktoren gleichermaßen beeinflusst.

Anlagemöglichkeiten
Mit dem HVB Open End Zertifikat der UniCredit Bank AG setzen Sie auf die Wertentwicklung des ICE ECX EUA Futures. Sie nehmen zu 100 Prozent* an der Wertentwicklung des Futures teil. Das Zertifikat hat keine feste Laufzeit und kann unter normalen Marktbedingungen börslich und außerbörslich gekauft und veräußert werden.
Anders als bei einem Investment in Aktien, bei dem Anleger das Wertpapier erwerben und in einem Depot bis zum Verkauf verwahren können, ist dies bei Emissionsberechtigungen auf CO2 nicht möglich. Um dennoch in sie investieren zu können, kaufen Investoren einen entsprechenden Future. Ein Future, in diesem Fall der ICE ECX EUA Future, ist ein standardisierter börsengehandelter Terminkontrakt. Er wird an der ICE Endex (Terminbörse in Amsterdam, Niederlande, an der der Preis für den Future durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird) gehandelt. Dabei verpflichten sich Verkäufer beziehungsweise Käufer eines Termingeschäfts (Kontrakts), die zugrunde liegende Emissionsberechtigung in einer bestimmten Menge und zu einem zuvor festgelegten Preis zu liefern bzw. zu beziehen – allerdings nicht sofort, sondern zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft (englisch: future). Der ICE ECX EUA Future bezieht sich auf 1.000 EUAs. Jede EUA berechtigt zur Emission von einer Tonne CO2-Äquivalent (Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung von Treibhausgasen).
Im Gegensatz zu Open-End-Zertifikaten haben Terminkontrakte eine Laufzeitbeschränkung. Die Wertpapiere auf CO2-Emissionsberechtigungen rollen daher regelmäßig in einen Future des laufenden oder darauffolgenden Jahres. Am Emissionstag bezieht sich das Zertifikat auf den ICE ECX EUA Dec 2022 Future. Der Kurs des Futures kann dabei vom aktuellen Kassapreis des Basiswertes (Preis je emittierter Tonne CO2) abweichen.
Während ihrer Laufzeit können Futures über Terminbörsen gehandelt werden. Wer langfristig investieren will, muss die gehaltenen Futures rechtzeitig vor ihrem Verfall verkaufen und den Erlös aus dem Verkauf in Futures mit längerer Laufzeit reinvestieren. Dieser Vorgang wird als „Rollen“ bezeichnet. Diesen Rollprozess befolgt auch das Open-End-Zertifikat. Dabei weicht der Kurs des auslaufenden Futures meist von der Notierung des nachfolgenden Futures (Folgekontrakt) ab. Beim „Rollen“ in den nächsten Future kann es daher, abhängig vom Kurs des nachfolgenden Futures, zu sogenannten Rollgewinnen oder -verlusten kommen. Notiert der nachfolgende Future höher als der aktuelle, kann es zu Rollverlusten kommen und umgekehrt.
Beispiel: Der aktuelle Future notiert bei EUR 100,–, das Bezugsverhältnis liegt bei 1:1 und der nachfolgende Future bei EUR 110,–. Beim Rollen in den nachfolgenden Future ergibt sich daraus eine Anpassung des Bezugsverhältnisses: von 1 auf 0,909091. Dadurch nimmt der Anleger an der Wertentwicklung von weniger Terminkontrakten teil. Fällt die Notierung des nachfolgenden Futures während der Laufzeit von EUR 110,– auf EUR 100,–, erleidet der Investor einen Verlust.
*abzüglich Verwaltungsentgelt

| HVB Open End Index Zertifikat bezogen auf den ICE ECX EUA Future (NLICE1584842) |
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Dies ist eine Werbung. Allein maßgeblich sind der Prospekt einschließlich etwaiger Nachträge und die Endgültigen Bedingungen sowie die Basisinformationsblätter, die Sie unter www.onemarkets.de/basisprospekte bzw. www.onemarkets.de herunterladen können. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Empfehlung zu verstehen, diese Wertpapiere zu erwerben. Es wird empfohlen, diese Dokumente vor jeder Anlageentscheidung aufmerksam zu lesen, um potenzielle Risiken und Chancen bei der Anlageentscheidung vollends zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.
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